5. Oktober 2026
Text: Manfred Noger
Fotos: Lea Scheibenstock & Manfred Noger (1)
Vater und Sohn schreiben Autoslalom-Geschichte
Das gab es wohl noch nie. Bei der „ARBÖ Tiroler Meisterschaft im Autoslalom“ gingen die ersten beiden Plätze der Gesamtwertung an eine Familie. Mario Scheibenstock (52) und sein Sohn Elias (26) sorgten mit einer beeindruckenden Saisonleistung für ein besonderes Kapitel in der Tiroler Autoslalom-Geschichte.
Die neun Läufe verlangten den beiden alles ab. Anspruchsvolle Strecken und wechselnde Bedingungen forderten fahrerisches Können, Konzentration und Konstanz. Zum Einsatz kamen abwechselnd Ford Fiesta, Citroën Saxo und Toyota Yaris – Fahrzeuge, die sich bestens für den Autoslalom eignen.
Im Familienverbund waren Vater und Sohn bei den Veranstaltungen in Maurach, Fieberbrunn, Stans (zweimal), Achenkirch und Zell am Ziller abwechselnd siegreich. Mit ihrer konstanten Leistung über die gesamte Saison sicherten sie sich schließlich den Gesamtsieg und den Vizemeistertitel.
Mario Scheibenstock: Ein Routinierter mit beeindruckender Bilanz
Mario Scheibenstock ist in der Autoslalom-Szene längst kein Unbekannter. Der Bludenzer arbeitet seit 24 Jahren als Autoverkäufer bei Ford Ragg und blickt auf eine langjährige Motorsportkarriere zurück. Bereits vor mehr als 30 Jahren beschäftigte er sich in Vorarlberg mit dem Autoslalom. Seine Bilanz bis heute 170 Klassensiege in Tirol. 2008 wurde er zudem Vizemeister im Vorarlberger Automobil-Cup.
Auch in Tirol gehört Mario Scheibenstock zu den erfolgreichsten und gefürchtetsten Gegnern. Bereits viermal hatte er die Gesamtwertung der Tiroler Meisterschaft gewonnen: 2011 sowie von 2015 bis 2017. Nun kommt mit dem jüngsten Triumph der fünfte Gesamtsieg hinzu.

Elias Scheibenstock: Der Sohn auf den Spuren des Vaters
Elias Scheibenstock hat sich längst in die Fußstapfen seines Vaters gestellt. Sein Motto „Hauptsache schneller als der Papa“ ging zwar nicht immer auf, dennoch kann sich seine Saisonbilanz mehr als sehen lassen. Der Satteinser, der 2024 den Vorarlberger Automobil-Cup gewann, feierte in Tirol drei Tagessiege und sicherte sich damit den zweiten Gesamtrang hinter seinem Vater. In seiner bisherigen Laufbahn stehen bereits 61 Klassensiege in Tirol zu Buche. Damit liegt er zwar noch hinter seinem Vater, doch bei Elias dürfte diese Erfolgsbilanz in den kommenden Jahren noch kräftig anwachsen. Das sportliche Duell innerhalb der Familie verspricht also weiterhin Spannung.
Dass der Erfolg kein Zufall ist, bewies Elias bereits im Vorjahr: 2025 wurde er Vizemeister der Tiroler Slalom-Meisterschaft. Mit dem neuerlichen zweiten Platz unterstreicht er seine Konstanz und seinen Anspruch, künftig selbst ganz oben zu stehen.
Der besondere Erfolg der Scheibenstocks zeigt, dass sich Motorsportbegeisterung und sportlicher Ehrgeiz über Generationen hinweg weitergeben lassen. Vater Mario durfte sich über einen weiteren Gesamtsieg freuen – und Sohn Elias bewies einmal mehr, dass er seinem erfolgreichen Vater dicht auf den Fersen ist.












