13. September 2026 Hockenheimring
Text & Fotos: Roman Klemm
Die Formel-Regional-Meisterschaft füllt traditionell die Cockpits der FIA-F3/F2 der kommenden Jahre, und einer der jüngsten Meister war ein gewisser Kimi Antonelli. Mitte September 2026 ist sein 18-jähriger Landsmann Emanuele Olivieri in seine Fußstapfen getreten.

Zum letzten Rennen der Saison 2026 in Hockenheim reisten drei Fahrer mit realistischen Meisterschaftschancen an: Der Italiener Emanuele Olivieri (R-ace) hatte einen Vorsprung von 20 Punkten auf den Amerikaner Sebastian Wheldon (MP) und weitere 5 Punkte mehr auf den Anglo-Japan-Slovaken Kean Nakamura-Bert (Prema).
Samstag:
Der Sohn der tragisch verstorbenen Indy500-Legende Dan Wheldon, Sebastian, tat alles, was er konnte, um seine Chance auf den Titel zu wahren, und fuhr in der Qualifikation am Samstag die schnellste Zeit. Olivieri war jedoch auf der Hut. Der Italiener hatte die beste Zeit der zweiten Gruppe und stellte sich hinter dem Anglo-Amerikaner in die erste Startreihe. Przyrowski (RPM), Štolcermanis (Prema), Popov (Trident) und Nakamura folgten.
Am Start am sonnigen Samstag reagierte Olivieri besser als Wheldon und sprintete in die erste Kurve knapp vor dem Amerikaner. Diesen verließ dort jegliche Vernunft. Er streifte seinen Gegner, drehte ihn herum und fiel selbst auf den letzten Platz zurück… Deshalb kehrte der Pole Jan Przyrowski als Führender aus der ersten Runde vor Nakamura, Munoz und Štolcermanis zurück.

Bis zur 7. Runde änderte sich diese Reihenfolge nicht. Da verlor Alexandre Munoz (ART) wegen eines Aufhängungs-Defekts seine 3. Position. Den Rest des Rennens absolvierte der von Orlen unterstützte Przyrowski fehlerfrei und feierte seinen ersten großen Sieg. Nakamura fuhr klug und sicherte sich Punkte für den zweiten Platz, aufs Podium schaffte es auch noch der Araber Rashid Al-Dhaheri.

Ergebnis – Samstag:
1. Jan Przyrowski, RPM
2. Kean Nakamura-Berta, Prema
3. Rashid Al-Dhaheri, R-ace
4. Chi Zhenrui, MP
5. Maksimilian Popov, Trident
6. Miguel Costa, RPM
Sonntag:
Der entscheidende Sonntag zeigte sich bewölkt mit gelegentlichen Schauern. Wheldon, der im und auch außerhalb des Cockpits nicht gerade „ruhig“ wirkte, sicherte sich am Vormittag erneut die Pole-Position – diesmal vor Nakamura, Przybilski und dem ruhigen Olivieri.
Beim abendlichen, trockenen Start reagierte Wheldon dieses Mal besser. Er übernahm die Führung vor Nakamura und gab den ersten Platz bis ins Ziel nicht mehr her. Hinter ihm reihten sich Nakamura, Przyrowski und Olivieri ein. In der 5. Runde kollidierten der Engländer und der Pole, so rückte Olivieri auf den zweiten Platz vor. Den dritten Platz sicherte sich der Kasache Alexander Abkhazava.
An dieser Reihenfolge hat sich nichts mehr geändert. Olivieri ließ Wheldon mit minimalem Vorsprung gewinnen und sicherte sich souverän den Meistertitel.
Ergebnis – Sonntag:
1. Sebastian Wheldon, MP
2. Emanuele Olivieri, R-ace
3. Alexander Abkhazava, MP
4. Yuki Sano, R-ace
5. Alex Ninovic, Rodin
6. Salim Hana, Prema
Endstand FIA-F-Regional 2026:
1. Emanuele Olivieri 218 P.
2. Sebastian Wheldon 209 P.
3. Kean Nakamura-Berta 201 P.
4. Rashid Al-Dhaheri 180 P.
5. Reno Francot 123 P.
6. Alexander Abkhazava 100 P.
7. Salim Hana 92 P.
8. Chi Zhenrui 73 P.
9. Yuki Sano 67 P.
10. Alex Ninovic 64 P.





